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Grün-Rot fördert Fahrradabstellanlagen

20. Januar 2012

Fahrradabstellanlage (Quelle Wikipedia)Die Landtagsfraktionen von Bündnis/90 Die Grünen und SPD haben bei den laufenden Haushaltsberatungen des Landtags zusätzliche weitere 600.000 Euro eingestellt für die Konzeption und Errichtung von Fahrradabstellanlagen an Stationen des Öffentlichen Personennahverkehrs. Damit, so Andreas Schwarz, Ob-Mann der Grünen im Verkehrsausschuss des Landtags, soll die Radverkehrskampagne des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur ergänzt werden.

„Radverkehr ist ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen städtischen Verkehrsplanung“, sagt Schwarz,  „die Steigerung des Radverkehrsanteils ist der kostengünstigste und effizienteste Weg für einen stadt- und umweltverträglichen sowie klimaschonenden Verkehr.“ Mit den Mitteln sollen die Anstrengungen der Kommunen für eine nachhaltige Verkehrspolitik unterstützt werden. Das gilt insbesondere für das Konzept der Stadt der kurzen Wege.

Ziel ist eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs in den Kommunen durch gezielte Anschubfinanzierungen für Fahrradabstellanlagen an Stationen des öffentlichen Nahverkehrs. Andreas Schwarz betonte, mit der Maßnahme soll der sogenannte „intermodale Verkehr“ gestärkt werden, das heißt:  der bewusste Wechsel zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln Rad, Bus/Bahn, Auto. So begünstigen Fahrradabstellanlagen an Nahverkehrshaltestellen den umweltfreundlichen Zugang zum Nahverkehr. Es werden weniger Parkplätze an Haltestellen benötigt. Der Anteil des Radverkehrs kann so nachhaltig gesteigert werden. Andreas Schwarz ist davon überzeugt, mit der Förderung der Abstellanlagen von Fahrrädern einen Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger zu bieten, zumindest einen Teil der täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Pionierregion der Nachhaltigen Mobilität zu werden und den Anteil des Radverkehrs auf 20 Prozent zu steigern.

Die Förderung des Radverkehrs wirkt sich für die Kommunen positiv aus, die Luft- und Lärmbelastung sinken, die Kosten sind vergleichsweise gering, es werden weniger Flächen benötigt und die Lebensqualität steigt durch bessere Gesundheit. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur für den ruhenden Verkehr ist dabei ebenso wichtig wie die Verbesserung der Verkehrswege für den Fahrradverkehr.“ Nachdem ein Großteil des Verkehrs in den Kommunen in einer Entfernung von weniger als fünf Kilometer zurückgelegt wird, bietet es sich gerade an, Maßnahmen einzuleiten, damit diese Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegt werden.