Andreas Schwarz Fraktionsvorsitzender Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg

Attraktivität Baden-Württembergs als Studienziel ist ungebrochen

Bild: Thomas Kölsch_pixelio.de

Die Attraktivität Baden-Württembergs als Studienziel ist nach der Einführung moderater und sozial verträglicher Gebühren für internationale Studierende weiter ungebrochen. Nach wie vor kommen viele junge Menschen aus der ganzen Welt zu uns und nutzen die hervorragenden Studienbedingungen und die Qualität an unseren Hochschulen. Mit den Gebühren können die Hochschulen ein optimales Betreuungs- und Lehrangebot für die ausländischen Studierenden sicherstellen.

Nach den ausgewerteten Immatrikulationszahlen ging die Anzahl der Studierenden aus Nicht-EU-Ländern um 21,6 Prozent zurück. Die Entwicklung an den einzelnen Hochschulen auch innerhalb einer Hochschulart und in der regionalen Verteilung sind sehr groß. Manche Hochschulen haben die Zahl internationaler Studierender annähernd gehalten, wie die Universität Mannheim (- 2 Prozent), oder sogar gesteigert, wie die Hochschule Nürtingen (+ 31 Prozent). An der Musikhochschule Karlsruhe hat sich die Zahl um 45 Prozent erhöht. An manchen Hochschulen gehen die Zahlen nur unterdurchschnittlich zurück, wie an der Universität Hohenheim (- 7,3 Prozent). Offenbar spielen hochschulspezifische Gründe – von der Gestaltung des Zulassungsverfahrens bis zum konkreten Studienangebot – eine wichtige Rolle. Diese gilt es nun zu analysieren.

Hochschulministerin Theresia Bauer hat angekündigt, noch im Laufe dieses Wintersemesters einen Monitoring-Beirat einzurichten. Der Beirat wird auch die Wirksamkeit der getroffenen Ausnahme- und Befreiungsregelungen bewerten und wichtige Empfehlungen geben. Auf eine sozialverträgliche Ausgestaltung wurde großen Wert gelegt. Für diejenigen internationalen Studierenden, die eine finanzielle Unterstützung nötig haben, wurde das Budgets für das Baden-Württemberg-STIPENDIUM der Baden-Württemberg Stiftung in diesem Jahr zweimal erhöht auf jetzt 7,5 Millionen Euro pro Jahr. Darin ist ein Programmspeziell für die ärmsten Länder (Least-Developed-Countries) und die Länder Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) enthalten. Damit wird sicher gestellt, dass niemand aus finanziellen Gründen vom Studium in Baden-Württemberg abgehalten wird.