Bezahlbaren Wohnraum für Alle

Baden-Württemberg ist ein wirtschaftlich starkes und attraktives Land. Kirchheim unter Teck, der Landkreis Esslingen und die ganze Region zeigen eine gesunde Wirtschaftsstruktur. Weltbekannte Unternehmen und innovative Klein- und mittelständische Firmen sind hier heimisch. Bei uns lässt es sich gut leben und arbeiten. Deshalb ziehen viele Menschen zu uns. Unsere Antwort auf den hohen Bedarf an Wohnraum, auf steigende Mieten und hohe Bau- und Kaufpreise ist die höchste Wohnraumförderung in den letzten zehn Jahren.

In den kommenden beiden Jahren investiert die Landesregierung eine Viertelmilliarde Euro in die Wohnraumförderung. Über 20.000 Wohnung werden gefördert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Förderung mit 180 Millionen Euro auf dem sozialen Mietwohnungsbau.

Neben den Fördermitteln braucht es bessere Förderbedingungen und Abschreibungsmöglichkeiten damit Bauträger, Wohnungsbauunternehmen und mehr Privatleute für Investitionen in den sozialen Wohnungsbau gewonnen werden können. Auch die Gemeinden können lenkend eingreifen. Seit 2018 hat Kirchheim unter Teck beispielsweise eine Sozialbauverpflichtung. Diese beinhaltet, dass auf Grundstücken, auf denen neues Baurecht geschaffen wird, die Investoren und Bauträger zur Errichtung von 15 Prozent Sozialwohnungen verpflichtet sind.

Da sich in der wirtschaftsstarken Region Stuttgart inzwischen sogar Familien mit mittleren Einkommen schwer tun, bezahlbaren Wohnraum zu finden, hat die grün-schwarze Landesregierung die Einkommensgrenze für Familien, die einen Anspruch auf verbilligten Mietwohnraum haben, um 10 Prozent auf ein Bruttoeinkommen von 66.000 Euro erhöht. Ebenso sind die Einkommensgrenzen zur Schaffung von Wohneigentum erhöht worden. Beim Kauf einer Wohnung kann eine vierköpfige Familie bis zu einem Bruttoeinkommen von 76.000 Euro mit einer staatlichen Förderung rechnen.

Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft müssen die Quartiere der Zukunft entsprechend ausgestattet werden. Dazu gehören beispielsweise Mehrgenerationenhäuser, Kinder-, Familien- und Nachbarschaftsberatungszentren sowie barrierefreier Wohnraum mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das stärkt lebendige und lebenswerte Ortskerne.

Ganz ohne neuen Flächenverbrauch werden wir aber nicht auskommen. Gleichwohl bleibt unser Ziel die Netto-Null bei der Versiegelung unserer wertvollen verbleibenden Flächen. Deshalb müssen wir in die Höhe bauen und die Innenentwicklung stärken. Die „vertikale Stadtplanung“, das Aufstocken im Bestand auf bestehenden Häusern und mehrgeschossiges Bauen, muss überall da verwirklicht werden, wo es städtebaulich verträglich ist.

Auszug aus der Rede von Andreas Schwarz am 7. Mai 2018 bei der Mitgliederversammlung von Haus und Grund Kirchheim unter Teck und Umgebung e.V.

 

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