Erhalten was uns erhält – Streuobstparadies und alte Obstsorten

Artenschutz Streuobstwiesen
Im "Altsortenmuttergarten" an der Ochsenwanger Albsteige am 22.08.2018 mit Rudolf Thaler (Vorsitzender des OGV Bissingen), Andreas Schwarz MdL, Umweltstaatssekretär Dr. André Baumann, stellv. Bürgermeister Siegfried Nägele und Ornitologe Rolf Braun (von rechts). // © Carmen Tittel

Die letzte Etappe der Sommertour von Andreas Schwarz und Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann führt nach Bissingen. Die Wernauer Baggerseen und das Hofgut Tachenhausen liegen schon hinter den Grünen Landespolitikern und vielen Interessierten. Siegfried Nägele (Bissingens stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes) begrüßt die Gäste.

Begrüßung am Bissinger See durch Siegfried Nägele (4.v.re.) // © Carmen Tittel

Dann führt Rudolf Thaler (Erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Bissingen OGV) die Gäste über herrliche Streuobstwiesen zum Altsortenmuttergarten. Er kennt sich aus mit dem Wetter und den Ansprüchen von Stein- und Kernobst. Als Folge hat er zwei wärmeliebende Edelkastanienbäume gepflanzt die auch schon Früchte tragen.

Alte Obstbäume prägen intakte Streuobstwiesen. // © Carmen Tittel

Die Politiker erfahren alles über einen guten Baumschnitt und wie wichtig es ist, dass alle Äste ausreichend von der Sonne beschienen werden. Dem Erhalt alter Obstsorten kommt in Zeiten des Klimawandels eine besondere Bedeutung zu. Welche Sorten zeigen sich robust gegen Hitze und wenig Wasser und welche Sorten kommen mit dem veränderten Klima weniger zurecht? Daher ist es wichtig, die genetische Vielfalt der Obstbäume zu erhalten. Man weiß nicht, welche Sorte sich irgendwann wo durchsetzen wird. Im Sortengarten des OGV jedenfalls wachsen Sorten die in keinem Supermarkt zu finden sind.

Erntereif // © Carmen Tittel

Die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen sind eine der artenreichsten Naturlandschaften. Ihr Erhalt schützt einen einzigartigen Lebensraum. Unsere Naturlandschaften können nicht ohne die Landwirtschaft erhalten werden. Daher müssen Naturschützer und Landwirte noch besser miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

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Bildquelle(n):

  • Sommertour: © Carmen Tittel
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