In der vollbesetzten Mensa der Raunerschule in Kirchheim unter Teck stellten sich Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz am 30. März 2017 den Fragen einer sehr interessierten Zuhörerschaft. Politiker aus Land und Kommunen, Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter des Pädagogischen Fachseminars Kirchheim unter Teck und der GEW, Eltern sowie Träger von Ganztagsangeboten und Schulsozialarbeit waren gekommen, um mit der Ministerin und dem Abgeordneten zu diskutieren.

Vollbesetzte Mensa in der Raunerschule

„Die Landesregierung hat in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Bildung gesteckt. Von den vorgesehenen 150 Millionen Euro für politische Schwerpunkte im Haushalt 2017 kommen allein ein Drittel – also fast 50 Millionen Euro – dem Bereich Bildung zu Gute“, stellte Andreas Schwarz fest. Zwischen 2011 (9,1 Mrd.) und 2016 (10,6 Mrd.) seien die Bildungsausgaben um 1,5 Mrd. Euro erhöht worden, und das bei zurückgehenden Schülerzahlen. „Bildung ist und bleibt ein Schwerpunkt der Grün-Schwarzen Landespolitik.“ Mit der Qualitätsoffensive bei der Bildung habe die Landesregierung bereits 2016 über 600 neue Lehrerstellen geschaffen, 2017 seien weitere 737 neue Lehrerstellen dazu gekommen.

Kultusministerin Eisenmann griff in ihrer Rede viele bildungspolitische Themen auf. „Auf den Anfang kommt es an. Wir haben die Grundschulen gestärkt, um vor allem Kinder mit Sprachschwierigkeiten besser fördern zu können“, betonte die Ministerin. „Dafür wurden die Deputate an den Grundschulen im Land deutlich aufgestockt.“

Dr. Susanne Eisenmann

Die Flexibilisierung der Ganztagsgrundschule werde in einem Ganztagsgipfel angegangen, da auch der Ministerin deutlich geworden sei, dass Eltern flexiblere Angebote wünschten, als das derzeitige Schulgesetz bietet. An diesem Punkt hakte Kirchheims Bürgermeister Günter Riemer ein. „Derzeit kommen die Kommunen mit der Flexibilisierung der Ganztagsbetreuung finanziell und personell an ihre Leistungsgrenzen“, so Riemer. „Wir als Schulträger investieren am Standort Rauner-Campus bereits ca. 28 Mio. Euro in eine zukunftsfähige Gemeinschaftsschule.“  Ergänzend gab die Ministerin bzgl. der Sekundarstufe ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Realschulen ab und betonte das Festhalten am achtjährigen Gymnasium. „Es wird bei den 44 G 9-Gymnasien im Land bleiben.“ Es gehe darum, Kindern die beste Bildung mit auf den Lebensweg zu geben und für ein leistungsfähiges und chancengerechtes Bildungssystem zu sorgen, fasste Andreas Schwarz die Diskussion abschließend zusammen.

 

 

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