Koalition schafft Pakt für gute Bildung und Betreuung

Bildung
© Fabio Schneck

Mit einem Pakt für gute Bildung und Betreuung wird das Land Baden-Württemberg gezielt Kinder und Familien stärken, in Kindertagesstätten investieren und die Kindertagespflege ausbauen. Baden-Württemberg wird hierzu zusätzlich 80 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellen. Die Kommunen erhalten für die Kindertagesstätten weitere 25 Millionen Euro. Davon profitieren die Städte und Gemeinden im Landkreis Esslingen. Der Stundensatz für die Kindertagespflege bei der Betreuung von Kindern über drei Jahren soll ebenfalls um einen Euro auf 5,50 Euro pro Kind erhöht werden. Hierzu fanden in den zurückliegenden Jahren immer wieder Gespräche mit dem Tageselternverein im Landkreis Esslingen statt.

Der Grundstein für den Bildungserfolg wird in der frühen Kindheit gelegt. Der Pakt für gute Bildung und Betreuung legt wichtige Weichen für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung, für mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Teilhabe für alle Kinder. Nach dem massiven Ausbau der Betreuungsplätze in den letzten Jahren wird nun den Schwerpunkt auf die Qualität gelegt. Das Land wird massiv in mehr Personal und bessere Rahmenbedingungen für die Fachkräfte sowie zusätzliche Maßnahmen zur Sprachförderung und die Inklusion investieren. Der Orientierungsplan sei für die kontinuierliche Begleitung der Bildungsbiografie der Kinder maßgeblich und gibt die Qualitätskriterien vor.

Die grün-geführte Landesregierung will die Sprachförderung ausbauen, Kita-Leitungen und Fachkräfte noch mehr unterstützen und die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern verbessern. Insgesamt umfasst der Pakt rund 80 Millionen Euro. Davon werden eine Ausbildungsoffensive für Fachkräfte, mobile Fachdienste und Qualitätsberater finanziert. Hinzu kommt eine verlässliche sprachliche und elementare Förderung der Kinder. Das neue Konzept baut auf den bewährten Elementen des Landesprogramms „Spatz“ (Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) auf. Damit werden sowohl das Bildungsangebot „Singen-Bewegen- Sprechen“ (SBS), als auch die „intensive Sprachförderung im Kindergarten“ (ISK) weitergeführt und finanziert. Darüber hinaus soll das neue Konzept auch die Entwicklungsbereiche der mathematischen Vorläuferfähigkeiten, der Motorik sowie der sozial-emotionalen Verhaltensweisen umfassen. Teil des Konzepts ist außerdem ein verbindliches Entwicklungsgespräch im Anschluss an die Einschulungsuntersuchung, also circa ein Jahr vor der Einschulung.

Der Übergang von der Kita in die Schule hat eine immens hohe pädagogische Bedeutung. Deshalb soll die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule verbessert werden, indem den Kitas ebenfalls eine Anrechnungsstunde für diese Arbeit zur Verfügung gestellt wird.

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