Die Gesundheit steht an erster Stelle

© Fabio Schneck

Für die Grüne Landtagsfraktion steht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle. Wir müssen die Ausbreitung des gefährlichen Virus verhindern und Abwägungen treffen, denn jede Entscheidung hat Folgen.

Ein Leitfaden für uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist das Wohl unserer Kinder. Denn wir wollen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive geben. Das gilt ganz besonders in diesen Zeiten. Das Wohl der Kleinsten liegt uns ganz besonders am Herzen. Deswegen ist die Frage, wie es mit den Kindertagesstätten und Schulen weitergeht besonders wichtig.

Wenn ab Februar Öffnungen aufgrund der zurückgehenden Inzidenzen möglich sind, werden Kinder und Familien, werden Schulen und Kindertagesstätten Priorität haben.

Eine Öffnung ist selbstverständlich nur auf der Grundlage zurückgehender Infektionen möglich. Hygiene und Schutzmaßnahmen sind dann besonders wichtig. Und die Präsenzpflicht bleibt zunächst ausgesetzt. Das gilt auch für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, die ja derzeit zum Teil schon geöffnet sind. Deswegen ist es für uns selbstverständlich, dass die Lehrerinnen und Lehrer dort mit hochwertige Masken und Schutzkleidung ausgestattet werden. Die Frage, wie eine Öffnung der Kindertagesstätten und Grundschulen gelingen kann, ist eine, die differenziert betrachtet werden muss. Ein einfaches Ja oder Nein ist hier fehl am Platz.

Wir müssen mit großer Umsicht vorgehen, deswegen sind kleine Schritte notwendig. Dabei gilt es, sich immer wieder zu vergewissern, ob der Plan noch richtig ist, ob die Datengrundlage noch stimmt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich kleine Kinder anstecken, gering ist. Ob diese geringere Wahrscheinlichkeit ausreicht, um mit der höheren Ausbreitungsrate der neuen Virus-Mutation klarzukommen, ist unsicher. Auch deswegen ist hier Vorsicht angesagt.

  • Die Entscheidung darüber, ob die Grundschulen zum 1. Februar geöffnet werden, fällt in Abhängigkeit von der Infektionslage.
  • Die Öffnung erfolgt schrittweise, das heißt, dass die Kleinsten aus der ersten und zweiten Klasse werden zuerst wieder in die Schulen kommen. Hier ist der Bedarf für den direkten Kontakt zu den Lehrkräften am größten. Das ist deswegen die richtige Reihenfolge.
  • Allen Lehrkräften in den Grundschulen werden wirksame Masken zur Verfügung gestellt und das Hygienekonzept wird weiterentwickelt. Denn selbst wenn Kinder weniger ansteckend sind, so liegt das Risiko eben nicht bei null.
  • Und am wichtigsten: wenn die Grundschulen geöffnet werden, dann nicht mit voller Besetzung, sondern im Wechselunterricht. Denn wenn 14 statt 28 Kinder auf einmal in einem Klassenzimmer sitzen, dann senkt das das Ansteckungsrisiko noch einmal deutlich.

Bezogen auf die weiterführenden Schulen ab Klasse 5 ist klar, dass diese mindestens bis zu den Faschingsferien im Fernunterricht bleiben werden.

Wie es danach weitergeht, wird von den Inzidenzen abhängig sein. Das ist mit Blick auf die epidemiologische Lage richtig so. Dennoch ist es uns wichtig, jetzt schon Überlegungen dazu anzustellen, welche Angebote von Lernbrücken und Unterstützungsangeboten möglich sind, damit Kinder wieder den Anschluss finden. Denn gerade auch in der Coronakrise wollen wir verlässlich gute Bildung anbieten.

Niemand weiß heute sicher, wie die Lage im Februar sein wird. Deswegen ist es richtig, dass erst Mitte Februar entschieden wird.

Wenn alle sich an die Regeln halten, ihre Kontakte reduzieren und Vorsicht walten lassen. Dann wird es uns gelingen, das Virus zurückzudrängen. Dann werden die Mutationen hier keinen Fuß fassen. Und dann lässt sich über weitere Lockerungen und Öffnungen sprechen.

Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz, die wir in Baden-Württemberg umsetzen, sind ein wichtiger Baustein dabei. Deswegen unterstützen wir sie mit unserem Entschließungsantrag.

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  • Andreas Schwarz: © Fabio Schneck

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