Andreas Schwarz zeigt sich beeindruckt von der Stärke in Sachen Wirtschaft, Innovationskraft und Bildung im Wahlkreises Heilbronn

Audi Werk Andreas Schwarz
Die Landespolitiker Andreas Schwarz und Susanne Bay am 25.7.2019 beim Audi-Werk in Neckarsulm // © Cornelia Bethge

Ein buntes Bild vom „Revier“ der Heilbronner Landtagsabgeordneten Susanne Bay hat sich der Grüne Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz bei seinem sommerlichen Wahlkreisbesuch am 25.7.2019 gemacht. Begonnen hat der Besuchstag in der Nachbarschaft: Auf Arbeitsebene sind die Grünen-Politiker im Rahmen des Strategiedialogs Automobil in engem Kontakt mit den baden-württembergischen Autobauern. Das Audi-Werk in Neckarsulm hat Andreas Schwarz zum ersten Mal besichtigt – und gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Gespräche geführt mit Werksleiter Helmut Stettner, dem Audi-Politik-Beauftragten Dr. Brian Rampp sowie den Vertretern aus der Brennstoffzellen-Entwicklung, Dr. Sven Rank und Christian Wulff.

Dabei bestand Übereinstimmung darin, dass der Strukturwandel von fossilen Antriebsenergien hin zu elektronischen Antriebsarten schnell funktionieren muss. Stettner und Schwarz waren sich einig: „Die Mobilitätswende schaffen wir nur gemeinsam“.

Das Null-Emissions-Ziel verbindet der Werkleiter mit der Forderung, dass für die Produktion von so genanntem grünem Wasserstoff die EEG-Umlage wegfallen müsse. Und auch die Infrastruktur müsse stimmen: Für neue Antriebstechnologien müssen auch die entsprechenden „Tankstellen“ bereitstehen. Zu Stettners Forderung „Wir müssen alle an diesem Umstieg arbeiten“ steht Andreas Schwarz: „Dafür brauchen wir einen bundesweiten Masterplan“. Der Fraktionsvorsitzende machte klar, dass der bundesweit innovative Prozess eines Strategiedialogs, wie ihn das Land eingeschlagen hat, der richtige Weg ist, um Akteure aus Politik und Automobilwirtschaft sinnvoll zu vernetzen: „Wir müssen das Tempo des Wandels erhöhen“, ist Schwarz überzeugt.

Damit die Arbeitsplätze der Zukunft mit ihren Anforderungen besetzt werden können, hörten die Abgeordneten genau hin, welche Berufsbilder und Studiengänge in Zukunft gebraucht werden. Wie das Unternehmen intern die Aus- und Weiterbildung voranbringt, fragt Susanne Bay nach, denn es brauche Personal-Ressourcen, um Wertschöpfung, Produktion und Ideen aus Baden-Württemberg im Land zu halten.

Andreas Schwarz Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule
Andreas Schwarz und Susanne Bay am 25.7.2019 zu Gast in der inklusiven Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule // © Cornelia Bethge

Um Ressourcen für die Zukunft ging es auch nach dem Szenenwechsel. In der inklusiven Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule ließ die neue Rektorin Dr. Uta Dany mit Ine Michelmann und Lino Wagner Schülersprecher*innen zu Wort kommen, Zehntklässler*innen präsentierten eindrucksvoll ihre Gedanken zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung: Ein rundes Plädoyer für die Schulart, die engagierte Menschen an der „Fritze“ in Heilbronn leben. Die Runde aus Grünen Politiker*innen und Schul-Vertreter*innen diskutierte aber auch, was an Rahmenbedingungen noch zu verbessern ist: „Wir sind die heterogenste Schulart“, stellte Rektorin Dany fest, gerade deshalb brauche ihre Schule mehr Zeit für das individuelle Coaching und bessere Regelungen für den Übergang an die beruflichen Gymnasien. „Wir haben leistungsorientierte Kinder, die an dieser Stelle benachteiligt werden“, sagte Elternvertreter Joachim Drauz, die Landespolitiker wollen die Kritik an die zuständige Ministerin Susanne Eisenmann adressieren. Nach dem Besuch ist Andreas Schwarz mehr denn je überzeugt, dasss die Gemeinschaftsschule ein Erfolgsmodell ist, das individuelles Lernen fördert und für jede Schülerin und Schüler den besten Weg zeigt. Die Gemeinschaftsschule stehe für Bildungsgerechtigkeit, so sein Plädoyer.

Dritte Station der Besuchergruppe war der Zukunftspark im neuen Stadtteil Wohlgelegen. Thomas Villinger, Geschäftsführer des Zukunftsfonds Heilbronn, zeichnete dort die Geschichte der Heilbronner Start Up-Szene seit 1997 nach: Mehr als 50 Firmen haben seither die Innovationsfabrik im ehemaligen Weipert-Areal als Sprungbrett genutzt. Im Zukunftspark, dessen Liegenschaften die Stadtsiedlung unter Geschäftsführer Dominik Buchta verwaltet, siedeln sich heute junge Unternehmen an, die über den Zukunftsfonds Kapital erhalten und Heilbronn als Technologiestandort etablieren sollen. Mit großem Interesse folgten Schwarz und Bay Christian Stein, der sein Unternehmen SmartGas vorstellte: Gas-Sensoren, die dort entwickelt, hergestellt und vertrieben werden, dienen in vielen Anwendungen dem aktiven Umweltschutz. Schwarz interessierte sich hier besonders dafür, wie das Land Innovationen in der Wirtschaft und Gründungen besser fördern kann.

 

Bildquelle(n):

  • Die inklusive Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule: © Cornelia Bethge
  • Audi-Werk in Neckarsulm: © Cornelia Bethge

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