Wir machen Baden-Württemberg zum Pionierland für grüne Innovation

Windenergie
Windenergieanlage in Baden-Württemberg. // © Carmen Tittel

Die Grüne Landtagsfraktion hat bei ihrer Herbstklausur 2019 in Gäufelden Beschlüsse zur Innovationspolitik und zum Klimaschutz in Landwirtschaft, Forst und Ernährung Gäufelden gefasst.

Wichtige Zukunftsthemen wurden in den Fokus gerückt und zwei Positionspapiere zu Innovationspolitik und Klimaschutz beschlossen. Die Grünen wollen das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln und die Wende hin zu einer ökologischen, nachhaltigen Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben. Damit soll Baden-Württemberg zum Pionierland für grüne Innovationen werden.

Dabei setzt die Grüne Landtagsfraktion auf einen ganzheitlichen Politikansatz, der neben der technologisch-wirtschaftlichen Seite auch die ökologische und gesellschaftliche Ebene einbezieht. Kreativität soll dort entstehen, wo Talente sich entfalten können, wo es Freiräume für Vielfalt, Spontaneität und Unkonventionelles gibt. Deshalb müssen künftig ausreichende finanzielle Freiräume für Grundlagenforschung gewährleistet sein. Der neue Hochschulfinanzierungsvertrag soll dafür eine solide Basis zu schaffen.

Solaranlage Sporthalle
Solaranlage auf einer Sporthalle. // © Fabio Schneck

Zentral ist außerdem ein Ökosystem für Innovation mit Austausch- und Beteiligungsformaten, das Wissenschaft und Gesellschaft miteinander vernetze. Die Grünen werden sich für eine bürgernahe Ausgestaltung der Innovationspolitik einsetzen, die die Menschen mitnimmt, zum Beispiel in Form von Reallaboren und Citizen Science-Projekten. Denn Innovation bedeute auch: Neue Bündnisse schmieden und grenzüberschreitend denken. Es soll eine flexible und vernetzte Anlaufstelle für dieses Thema einrichtet werden – für eine Innovationspolitik aus einem Guss.

Ernährung und Landwirtschaft: Hin zu „Klasse statt Masse“ Innovative Lösungsansätze sind auch in den Feldern Ernährung und Landwirtschaft notwendig. Dürren und Extremwetterereignisse wie auch der jüngst veröffentlichte Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme des Weltklimarats (IPCC) zeigen, wie eng Klimawandel und Landnutzung zusammenhängen. Klimaschutz beginnt auf dem Acker und im Wald, und reicht vom Supermarkt über den Kühlschrank bis zu unserer Ernährung. Um die Klimaziele einzuhalten, müssen Landnutzung, Waldwirtschaft und der Ernährungsbereich vorankommen. Unser Wald ist ein riesiger Kohlenstoffspeicher. Um die Forstwirtschaft für den Klimawandel zu rüsten, ist es wichtig, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Es geht darum, Holz dauerhaft zu verwenden und erst im letzten Schritt als Brennstoff zu nutzen.

Hochsitz
Hochsitz // © Fabio Schneck

Viele Jahre ist im Land eine intensive Landwirtschaft auf Kosten von Artenvielfalt und Klimaschutz betrieben worden – gerade beim Anbau auf den humusreichen Böden von Niedermooren. Deshalb müssen künftig Alternativen erprobt werden, die gleichzeitig ein Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern garantieren.

Das Moorschutzprogramm der Landesregierung muss das einbeziehen und muss zu einer Strategie weiterentwickelt werden, die konsequent umgesetzt wird.

Für die Tierhaltung muss gelten: Raus aus der industriellen Fleischproduktion, hin zu Klasse statt Masse! Die Grünen setzen sich für artgerechte Haltung auf der Weide und für Futter, das von heimischen Feldern und Wiesen stammt ein. Der Ausbau des Ökolandbaus ist auf einem guten Weg. Unter der grün-geführten Regierung hat sich die Bio-Fläche in Baden-Württemberg innerhalb von acht Jahren von 7 auf 14 Prozent verdoppelt – bis 2030 sollen es 40 Prozent sein. Damit mehr Ökoprodukte auf den Tellern landen, fordert die Grünen-Fraktion in ihrem Beschluss, so schnell wie möglich in allen landeseigenen Kantinen mindestens 60 Prozent Bio-Lebensmittel einzusetzen und die Lebensmittelverschwendung zu verringern.

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  • Solaranlage auf Sporthalle: © Fabio Schneck
  • Hochsitz: © Fabio Schneck
  • Windenergie: © Carmen Tittel

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