Interview mit dem neuen Vorsitzenden der Landtagsfraktion Andreas Schwarz

Andreas Schwarz (Archiv)

Andreas Schwarz erklärt im Interview die Ziele und Selbstverständnis der Fraktion und wie er Politik aus einem Guss gestalten will. Außerdem verrät er, was seine Familie an ihm schätzt

Welche Ziele wird die grüne Fraktion in den kommenden Jahren verfolgen?

Die Fraktion ist breit aufgestellt, verfügt über viel Know-how und Erfahrung. Damit wollen wir auch in den kommenden Jahren an den Erfolg unserer bisherigen Arbeit anknüpfen. Unser Anspruch an uns selbst: Wir werden in der Fraktion grüne Politik entwickeln, die Baden-Württemberg jeden Tag etwas besser macht. Einer unser Kernbereiche dafür ist der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen: Wir werden Umwelt, Natur und Klima schützen und die Energiewende weiter vorantreiben. Wir setzen auf den Erhalt unserer Kulturlandschaften, den Ausbau erneuerbarer Energien, auf mehr Energieeffizienz und auf einen verantwortungsbewussten Ausstieg aus Atom und Kohle. Unser Ziel ist eine sichere, bezahlbare und zukunftsfähige Energieversorgung. Wir wollen Baden-Württemberg zum europaweiten Vorreiter in Sachen Ressourceneffizienz machen.

Wir haben ein klares grünes Profil und bereits vor der Landtagswahl eine kluge Strategie entwickelt: Sei es für eine innovative Wirtschaft, eine gesunde Natur, starke Familien und eine offene Bürgergesellschaft. Diese Haltung, diese Werte werden wir in der Parlamentsarbeit, im Zusammenspiel mit unserem Koalitionspartner und der Regierung mit Leben füllen. Mit unseren 47 Abgeordneten werden wir sie in die Fläche tragen und unser Handeln intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Betroffenen vor Ort diskutieren.

Wofür steht das Führungsteam der Fraktion?

Die Fraktion setzt mit ihrer Wahl drei wichtige Signale:

Wir setzen die Kontinuität in der Arbeit der Landtagsfraktion fort. Vier Vorstandsmitglieder sind wieder gewählt worden sind. Ich bin froh, dass drei weitere Kolleginnen und Kollegen sich mit ihrer Erfahrung in die Vorstandsarbeit einbringen.

Unserer erfahrener und quer durch alle Fraktionen anerkannter Kollege Uli Sckerl bleibt unser bewährter parlamentarischer Geschäftsführer für alle möglichen Fahrwasser.

Wir richten auch den Blick auf die Zukunft: Mit den Kolleginnen Sandra Boser, Andrea Lindlohr, Thekla Walker, Daniel Lede-Abal und auch mir selbst übernimmt die jüngere Generation weiter Verantwortung in und für die Grüne Landtagsfraktion.

Was ist dir persönlich besonders wichtig?

Mir ist ein gutes Zusammenspiel mit den Städten und Gemeinden ein Herzensanliegen. Sie sind unsere unverzichtbaren Partner. Wenn wir auf Landesebene die Energiewende vorantreiben, brauchen wir tatkräftige Mitstreiterinnen und Mitstreiter vor Ort: Menschen, die in Gebäudesanierung investieren, die ihre Kommune zum Bioenergiedorf umbauen, die Genossenschaften für umweltfreundliche Kraftwerke gründen, etc. Bei allen Themen ist unsere Maxime: Wir wollen die Menschen und Entscheidungsträger vor Ort überzeugen, mitnehmen und Hand in Hand mit ihnen arbeiten. Dann gestalten wir Politik aus einem Guss. Ich bin daher froh, dass viele unserer Abgeordneten kommunalpolitisch verankert sind. Ich selber engagiere mich seit 1995 ehrenamtlich in der Lokalpolitik, seit 1999 im Gemeinderat meiner Heimatstadt Kirchheim/Teck. Das weitet den Blick über die Landespolitik hinaus, man ist dann noch näher dran an den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Diese Perspektiven bringe ich in die Arbeit der größten Fraktion im Landtag ein.

Wie verbringst du deine Zeit, wenn du keine Politik betreibst?

Diese Zeit gehört vor allem meiner Frau und meiner Tochter. Beide schätzen an mir meine Leidenschaft fürs Kochen.

Gut abschalten kann ich auch beim Bergwandern und Rennradfahren. Wobei das Training von Ausdauer, Durchhaltevermögen und Biss, den man braucht um schwierige Gipfel zu erklimmen, auch für die Politik sehr hilfreich ist.

 

 

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