Bus- und Bahnfahren im Landkreis Esslingen wird günstiger und einfacher

Mobilität

Die Tarife für den öffentlichen Verkehr im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS), zu dem der Landkreis Esslingen gehört, werden ab nächstem Jahr grundlegend reformiert. Das Land Baden-Württemberg hat dafür eine Mitfinanzierung von insgesamt 42 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren zugesagt. Damit wird der Umstieg auf Bus und Bahn im Landkreis Esslingen ab April 2019 einfacher und günstiger.

Die Tarifreform des VVS ist ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg zu einer grundlegenden Mobilitätswende in Baden-Württemberg. Mit der Reform wird der Öffentliche Nahverkehr in der Region Stuttgart und im Kreis Esslingen so attraktiv wie nie zuvor. Damit ist es auch eine entscheidende Maßnahme, um die Luft in der Region sauberer zu machen.

Mit der Reform wird sich die Zahl der Tarifzonen in Stuttgart und den vier umliegenden Landkreisen deutlich von 52 auf nur noch fünf Ringzonen reduzieren. Die heutigen Tarifzonen 10 und 20 im Stadtgebiet Stuttgart werden zu einer zusammengelegt. Die Sektorengrenzen in den Außenringen fallen weg, und die zwei Außenringe werden zusammengefasst. Die Fahrt von Esslingen nach Stuttgart beispielsweise wird nach der Reform nur noch zwei Zonen statt bisher drei Zonen kosten. Das nützt allen Fahrgästen und besonders den vielen Pendlerinnen und Pendlern aus Esslingen und anderen Kommunen, die täglich nach Stuttgart fahren oder im Kreis mobil sind.

Mit dem Bus von Esslingen zum Flughafen bleibt man nach den Plänen im selben Sektor, statt wie heute drei durchqueren zu müssen. Weilheim an der Teck liegt ab sofort in der gleichen Tarifzone wie Kirchheim, wodurch es auch zwei Zonen weniger nach Stuttgart sind. Fahrten im VVS-Gebiet werden so teilweise um bis zu 25 Prozent günstiger, denn die Reform soll ohne Tariferhöhungen finanziert werden.

Abschließend wird der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes am 24. Juli 2018 über die Tarifzonenreform entscheiden. Der neue VVS-Tarif soll zum 1. April 2019 in Kraft treten.

Bildquelle(n):

  • Mobilität: © Fabio Schneck

Nachrichtenarchiv