S-Bahn und Regionalverkehr muss gewährleistet sein

Mit einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Christian Schmidt und Deutsche Bahn AG-Chef Richard Lutz hat der Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz einen zuverlässigen und planmäßigen S-Bahn- und Regionalverkehr bei einer vorzeitigen Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm eingefordert. Nachdem die Deutsche Bahn AG mitgeteilt hatte, dass das DB-Projekt Stuttgart 21 wesentlich teurer werden und sich dessen Inbetriebnahme weiter verzögern werde, wurde Andreas Schwarz aktiv. Er verlangt von der Bahn- und Ministeriumsspitze eine klare Auskunft darüber, wann genau die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 einerseits und die der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm anderseits vorgesehen ist.

Andreas Schwarz geht es in seiner Anfrage insbesondere um die Klärung, wie im Falle einer vorzeitigen Inbetriebnahme der Neubaustrecke eine Anbindung dieser Strecke an das Bestandsnetz im Raum Wendlingen am Neckar gestaltet werden und über welche Strecken Nah- und Fernverkehrszüge geführt werden sollen. Unmissverständlich fordert der Kirchheimer Grünen Abgeordnete den Bundesverkehrsminister und den Deutsche Bahn Chef auf, „sicherzustellen, dass für den Fall der Nutzung der Gleise der Neckartalbahn der S-Bahn-Verkehr zwischen Herrenberg bzw. Stuttgart Hauptbahnhof und Kirchheim unter Teck sowie der Nahverkehr zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Tübingen Hauptbahnhof nicht beeinträchtigt und weiterhin durchgehend im Halbstundentakt geführt werden kann.“

Die Anfrage von Andreas Schwarz wurde notwendig, da es sich abzeichnet, dass das DB-Projekt Stuttgart 21 und das Bedarfsplanvorhaben Neubaustrecke Wendlingen – Ulm nicht gemeinsam in Betrieb genommen werden können. Um die Potenziale der Neubaustrecke – insbesondere zur Entlastung der vielbefahrenen Filstalbahn – zu nutzen, müsse nach Ansicht von Grünen Fraktionschef Schwarz rechtzeitig zu deren Inbetriebnahme ein Fahrplan- und Nutzungskonzept vorliegen. Die Leistungsfähigkeit des komplexen Schienennahverkehrs rund um Stuttgart und in der Raumschaft Wendlingen am Neckar darf keinesfalls beeinträchtigt werden. Der S-Bahn- und Regionalverkehr nach Kirchheim unter Teck und Tübingen/Wendlingen am Neckar muss weiterhin im Halbstundentakt gewährleistet sein.

 

 

Nachrichtenarchiv

Melde Dich für unseren Newsletter an