Baden-Württemberg klimaneutral machen und unsere Natur schützen

Biodiversität schützen // © Fraktion Grüne

Die Zwanziger Jahre sind ein Jahrzehnt der Entscheidungen. Sie sind entscheidend für die Zukunft unseres Planeten, unseres Industriestandorts und unserer Demokratie. In dieser Dekade geht es darum, den Klimawandel zu begrenzen und die Vielfalt unserer Natur zu bewahren.

Wir erleben gerade das größte globale Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier. Es summen immer weniger Bienen, es flattern immer weniger Schmetterlinge, es zwitschern immer weniger Vögel. Der Artenrückgang hat dramatische Folgen. Die biologische Vielfalt ist wie ein eng gespanntes Netz. Und mit jeder Art die verschwindet, wird die Stabilität des Netzes geschwächt. Und wenn der Mensch seine natürlichen Lebensgrundlagen weiter zerstört, ist er irgendwann selbst bedroht.

Aus diesem Grund haben wir Grünen im Land den Naturschutz ins Zentrum der Politik gerückt und zur Chefsache gemacht. Wir haben alles dafür getan, um unsere vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren und unsere schönen Kultur- und Naturlandschaften zu schützen. Vergangenes Jahr haben wir das fortschrittlichste Gesetz zum Schutz der Artenvielfalt in Deutschland verabschiedet.

Wir machen Schluss mit Pestiziden in Naturschutzgebieten. Wir unterstützen den Ausbau des Ökolandbaus und wir wollen unsere Wälder klimastabil machen. Wir bauen das Netz aus Schutzgebieten aus und erhalten unsere Streuobstwiesen. Und wir wollen keine Schottergärten mehr haben. Denn Vögel und Insekten fressen nun mal keine Steine. Wir schützen die reiche Tier- und Pflanzenwelt, damit auch unsere Kinder und Enkel sie erleben können.

Dafür nehmen wir in diesem Doppelhaushalt 60 Millionen Euro in die Hand. Und all das haben wir erreicht, indem wir Naturschützer und Landwirte zusammen mit der Politik an einen Tisch gesetzt haben. Gemeinsam mit der Landwirtschaft und den Naturschutzverbänden haben wir einen Kompromiss ausgehandelt. Denn alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Aber alle wissen auch, dass die Landwirtschaft eine Existenzgrundlage braucht. Natur- und Landschaftsschutz geht nur gemeinsam mit den Landwirten. Nur gemeinsam findet man eine Lösung die auch alle mittragen.

Und das brauchen wir: Natur schützen durch nutzen. Wir haben die Mittel für den Naturschutz mehr als verdreifacht und im Schwarzwald den ersten Nationalpark in Baden-Württemberg geschaffen: Ein großer Wurf für die Natur – aber auch für Erholung, Erlebnis und Tourismus. Wir haben das Biosphärengebiet Schwäbische Alb entwickelt und unterstützen die Landschaftserhaltungsverbände.

Mit der modernsten Naturschutzstrategie und zusammen mit den Gemeinden und allen Akteuren aus dem Naturschutz und rund um die Landwirtschaft gelingt es uns, unsere grandiose Natur und Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen. Und wir haben noch viel vor. Wir wollen einen neuen Gesellschaftsvertrag zwischen Bauern, Handel und Verbrauchern, der Naturschutz und Landwirtschaft versöhnt und für faire Preise für gesunde Lebensmittel sorgt.

Bildquelle(n):

  • Landtagsfraktion Grüne: © Fraktion Grüne

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