Andreas Schwarz auf Wahlkreistour in der Ortenau

Andreas Schwarz bei Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG in Wolfach
Besuch bei dem Anlagenbauer Supfina in Wolfach am 24.1.2019 zusammen mit der Wahlkreisabgeordneten Sandra Boser v.li.n.re. Geschäftsführer Karl-Heinz Richber, Sandra Boser, Andreas Schwarz, Geschäftsführer Oliver Hildebrandt // © Grüne Fraktion

Der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag Andreas Schwarz besuchte am 24.1.2019 auf Einladung der örtlichen Abgeordneten Sandra Boser den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal.

Los ging es in dem 1987 gegründeten Familienunternehmen Lanner Anlagenbau GmbH in Kippenheim. Dabei stellten der Geschäftsführer Tobias Lanner und Firmengründer Klaus-Dieter Lanner im Rahmen eines Rundgangs den Grünen Politikern Geschichte und Schwerpunkte der Firma vor. Die Firma Lanner wurde im vergangenen Oktober vom Ministerium für Ländlichen Raum mit dem Label „Spitze auf dem Land“ ausgezeichnet. Damit verbunden ist ein Zuschuss für die geplante Erweiterung des Unternehmens um eine Montagehalle an seinem Standort im Kehnerfeld. Andreas Schwarz: „Die Energie- und Ressourceneffizienz des Unternehmens stand bei der Entscheidung im Vordergrund. Sie trägt vor allem dazu bei, dass die Unternehmen aus unserem Land im internationalen Wettbewerb vorne bleiben.“ Wenn Ökologie und Ökonomie zusammenkämen, bleibe Baden-Württemberg weiterhin „Spitze auf dem Land“.

Lanner GmbH Andreas Schwarz
Besuch bei der Firma Lanner Anlagenbau GmbH v.re.n.li. Matthias Gutbrod, Tobias Lanner, Sandra Boser MdL, Andreas Schwarz MdL // © Grüne Fraktion

Die heute in zweiter Generation von Tobias Lanner geführte Firma entwickelt und fertigt seit Jahrzehnten erfolgreich Aufbereitungsanlagen für Metallspäne im In- und Ausland und will am Standort wachsen. „Der Platz ist vorhanden, die Bedingungen sind optimal“, so Geschäftsführer Tobias Lanner. Die Firma kann mit dem Geld sowohl Anlagen zur Späneaufbereitung wie auch eine Betriebserweiterung durch den Anbau einer Fertigungshalle bewerkstelligen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 35 Mitarbeiter.

Sandra Boser: „Baden-Württemberg ist bekannt für seine starken kleinen und mittelständischen Unternehmen, oft Weltmarktführer im Ländlichen Raum. Die Firma Lanner steht beispielhaft für die Innovationskraft unserer Unternehmen.“ Die Kooperation mit den Schulen und die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt funktionierten sehr gut, so die Landtagsabgeordnete aus Wolfach. Der grüne Fraktionschef Andreas Schwarz: „Wir werden gezielt in Bildung und Ausbildung investieren, um innovative Unternehmen wie Lanner zu unterstützen. Um den steigenden Bedarf an Fachkräften abzudecken braucht es allerdings auch ein modernes Einwanderungsgesetz.“ Beim abschließenden Rundgang durch die Werkhallen konnten die beiden Politiker der Grünen von den innovativen Produkten, welche auch helfen Luft und Wasser rein zu halten, an einer Demonstrationsanlage überzeugt werden.

Kita plus Kanadaring Andreas Schwarz
Andreas Schwarz MdL (mi.) besucht zusammen mit Sandra Boser MdL (re.) und Vertretern der Stadt und der Wohnbau am 24.1.2019 die neue Kita plus am Kanadaring in Lahr // © Grüne Fraktion

Weiter ging es in Lahr mit den nächsten Terminpunkten. Hier informierten sich Andreas Schwarz und Sandra Boser über die Stadtentwicklung. Startpunkt war die Kita Plus, wo die beiden grünen Politiker vom Ersten Bürgermeister Guido Schöneboom, Senja Töpfer (Leiterin Amts für Soziales, Schulen u. Sport), Silke Kabisch (Leiterin Abteilung Gebäudemanagement), Caroline Lunkbein (Leiterin Gemeinwesenarbeit Lahr-West) und Guido Echterbruch (Geschäftsführer Wohnbau Stadt Lahr GmbH) in Empfang genommen wurden.

Im Bereich Kindertageseinrichtungen steht für Sandra Boser die Qualität der Angebote im Vordergrund. Eines der zentralen Themen sei, wie Fachkräfte im Kitabereich gewonnen werden können. „Ich bin davon überzeugt, es braucht eine Fachkräfteoffensive, die die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher unterstützt“, so die grüne Abgeordnete. Guido Schöneboom appellierte an die Politik, den Kommunen auch weiterhin finanziell zu helfen, bis sie den Betreuungsbedarf ganz decken können und den Fachkräftekatalog zu erweitern: „Wir sind bereit, als Pilotprojekt etwas Gutes in Bewegung zu setzen“, so Schöneboom.

Im Anschluss an die Besichtigung der Kita Plus folgte der Quartiersrundgang im sog. Kanadaring. Die Stadt Lahr hat sich zusammen mit der Städtischen Wohnungsbau GmbH Lahr als maßgebliche Eigentümerin entschlossen, sowohl in städtebaulicher als auch in sozialer Hinsicht eine nachhaltige Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtquartier Kanadaring herbeizuführen. Neben Veränderungen in der baulichen Struktur soll dies vor allem Maßnahmen im Wohnumfeld beinhalten. So soll das Quartier durch Neubebauung einerseits ein neues Wohnungsangebot bereitgestellt und andererseits eine für die Bewohner besser nutzbare Durchgrünung erreicht werden. Den Bewohnern soll die Neuordnung ermöglichen, sich positiv mit ihrem Quartier zu identifizieren, so der Erste Bürgermeister Schöneboom. Der grüne Fraktionschef Andreas Schwarz: „Die Einbeziehung der Bewohner ist dabei sehr wichtig. Nur so kann langfristig die Identifikation der Mieter mit dem Mietobjekt und dem Quartier erreicht werden.“ Dazu diene auch der neue Quartierstreff, der von Caroline Lunkbein vorgestellt wurde. Verschiedene Institutionen könnten hier eine niedrigschwellige Beratung anbieten. Singkreis, Schachtreff und Tanztreff hätten außerdem zu einer spürbaren Belebung des Viertels geführt. Der grüne Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz lobte vor allem die Sozialarbeit, die die Menschen zu Hause aufsucht. Sandra Boser regte die Einrichtung eines Kinder und Familienzentrums in der Kita Plus an. Ein offener Familientreff könne helfen, Menschen in Notlagen frühzeitig zu unterstützen.

Kanadaring Lahr Andreas Schwarz
Andreas Schwarz MdL (mi.) auf dem Rundgang am Kanadaring zusammen mit Sandra Boser MdL (li.) und Vertretern der Stadt und der Wohnbau // © Grüne Fraktion

Als dritter Programmpunkt stand der Besuch des Unternehmens Supfina Grieshaber GmbH in Wolfach an. Empfangen wurden sie in von Geschäftsführer Oliver Hildebrandt und Karl-Heinz Richber. Im Rahmen einer Führung durch die Abteilungen des Technologiezentrums konnten sich die grünen Politiker ein Bild von den verschiedenen Produkten und Dienstleistungen machen. Das 1995 aus einem Zusammenschluss hervorgegangene Unternehmen betreibt zielgerichtete Forschung und hat langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der sog. Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen, die in der Automobil-, Zulieferer-, Wälzlager-, allgemeinen Präzisionsindustrie und Medizintechnik zur Anwendung kommt. Neben dem Hauptsitz in Wolfach ist Supfina noch mit Standorten in den USA und in China vertreten.

Supfina Wolfach Andreas Schwarz
Beim Anlagenbauer Supfina in Wolfach am 24.1.2019 zusammen mit der WahlkreisabgeordnetenSandra Boser (re.), den Geschäftsführern Oliver Hildebrandt (2. v. li.) und Geschäftsführer Karl-Heinz Richber (li.) und Mitarbeitern // © Grüne Fraktion

Eine der erfolgreichsten Maschinen, die auf den Namen „Julia“ getauft worden ist, ist in der Lage, mittels künstlicher Intelligenz das Werkstück eigenständig aufzunehmen und zu bearbeiten. „Es gibt einen hohen Bedarf an intelligenten Lösungen. Die Industrie 4.0 stellt die ganze Branche vor Herausforderungen und wir entwickeln dafür die passenden Maschinenmodelle“, so Geschäftsführer Richber. Die Automatisierung sei allerdings auch eine Folge des globalen Fachkräftemangels. Die Unternehmen würden weltweit um die Fachkräfte konkurrieren. Sandra Boser: „Die Ortenau ist als Arbeitsmarkt leider noch nicht so bekannt wie Stuttgart mit seinen Automobilherstellern. Dabei haben wir hier sehr erfolgreiche Unternehmen wie Supfina, die in ihrem Bereich Marktführer sind.“

Supfina verstehe sich selbst als sehr detailverliebte Werkstatt und als Innovationsmotor für Zukunftstechnologie, so Geschäftsführer Oliver Hildebrandt. Der grüne Fraktionschef Andreas Schwarz lobte: „Sie bringen den Innovationsstandort Baden-Württemberg voran. Wir werden weiter gezielt Forschung und Entwicklung fördern, um unsere Firmen bei der Digitalisierung und der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zu unterstützen.“ Das Ziel sei eine Digitalisierung, die sowohl dem Menschen, als auch der Umwelt nütze, so Andreas Schwarz abschließend.

 

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Bildquelle(n):

  • Lanner GmbH: © Grüne Fraktion
  • Kita plus am Bürgerpark: © Grüne Fraktion
  • Kanadaring Lahr: © Grüne Fraktion
  • Anlagenbauer Supfina in Wolfach: © Grüne Fraktion
  • Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG in Wolfach: © Grüne Fraktion

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