Erhalten was uns erhält – Naturerbe Wernauer Baggerseen schützen und weiterentwickeln

Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion und Kirchheimer Abgeordnete Andreas Schwarz MdL und Dr. Andre Baumann Staatssekretär im Umweltministerium informierten sich auf ihrer „Sommertour“ über Umwelt- und Naturschutzprojekte im Landkreis Esslingen. Höhepunkt war das Natur- und Vogelschutzgebiet Wernauer Baggerseen.

Das Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen ist ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Aufgrund seiner Vogelwelt sind die Seen Bestandteil der Natura 2000-Gebiete. Darüber hinaus sind sie Ausflugsziel für Naturliebhaber und Zeitzeugen industrieller Nutzung. „Der Erhalt unserer natürlichen Ressourcen, der Schutz der biologischen Vielfalt, Klima und Umweltschutz sind die zentralen Kernthemen unserer Grünen Politik“, betonte Andreas Schwarz, „daher haben wir die Mittel für den Naturschutz in den letzten Jahren verdreifacht! Davon profitiert auch unser Landkreis.“

Wernauer Baggerseen
Wernauer Baggerseen // © Carmen Tittel

Wernaus stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Dack-Ommeln wies bei Ihrer Begrüßung auf das Spannungsverhältnis zwischen dem Naturschutz und der Freizeitnutzung in einer dicht besiedelten Region hin. „Wir müssen sorgsam mit unserer Naturlandschaft umgehen und trotzdem die Interessen der Menschen angemessen berücksichtigen.“

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer und der NABU sorgen unter großem Engagement dafür, dass dieser schützenswerte Ort erhalten bleibt. Einer davon ist Naturschutzwart Harald Brandstetter der die Politiker und zahlreiche Interessierte führte. „Diese Seen sind einmalig im Land. Seltene Arten wie Eisvogel, Zwergtaucher, Kiebitz und Co. sind hier zuhause“, weiß Brandstetter, „eine Naturoase die wegen der Straßen ohne Biotopverbund bleibt, aber für alles mit Flügeln sehr gut zu erreichen ist“.

Vorgelschutzgebiet Wernauer Baggerseen
Rund 200 Vogelarten finden sich an den Wernauer Baggerseen. Im Frühjahr und Herbst machen viele Zugvögel Rast auf ihrem Weg in den Süden. // © Carmen Tittel

Besondere Bedeutung erhält das Schutzgebiet als Rastplatz für Zugvögel. „So wie wir für die E-Mobilität ein Netz von Landesäulen brauchen, brauchen die Zugvögel ein Netz von Rastplätzen“, betonte Dr. Andre Baumann, „die Baggerseen sind ein hervorragendes Beispiel als Raststätten für die Vogelwelt“. Dabei sei Naturschutz eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur in Partnerschaft mit allen Akteuren, den Kommunen, der Landwirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern könnten wertvolle Natur- und Kulturlandschaften und die Artenvielfalt erhalten werden.

Michael Magdanz, Kreisrat aus Wernau und Mitglied im Ausschuss für Technik und Umwelt des Kreistags unterstrich wie wichtig das ehrenamtliche Engagement auf lokaler Ebene sei.

Als weitere Stationen folgten am Nachmittag der Bienenlehrpfad der Hochschule Nürtingen-Geislingen auf dem Tachenhäuser Hof in Oberboihingen, die Streuobstwiesen rund um Bissingen an der Teck und der Altsortengarten des Obst- und Gartenbauvereins.

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  • Wernauer Baggerseen: © Carmen Tittel
  • Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen: © Carmen Tittel
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